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27.04.2021

Mehr als 80 weitere Coronafälle beim Fahrzeugwerk in Lübtheen

Gesamtzahl steigt auf aktuell 180 Coronainfektionen / Zusammenarbeit mit Firmenleitung läuft sehr gut und konstruktiv

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© pixabay

Nach erneuten Abstrichen bei der Firma Brüggen in Lübtheen gibt es weitere Corona-Infektionen. Wie das Gesundheitsamt des Landkreises Ludwigslust-Parchim mitteilt, steigt die Fallzahl mit dem heutigen Tag um mehr als 80 weitere Positivfälle drastisch an. Mittlerweile haben sich rund 180 Personen mit dem Sars-CoV-2-Virus im Unternehmen und im Umfeld des Unternehmens angesteckt. Den ersten Coronafall in dieser Firma gab es am 12. April 2021 – festgestellt durch Routinetests, die die Firma Brüggen seit Anfang der Pandemie vornimmt. „Bei diesem Ausbruchsgeschehen stellt es sich anders dar, als beim Corona-Ausbruch im vergangenen Jahr. Verantwortlich für die schnelle Ausbreitung ist die britische Mutationsvariante, weshalb auch die Mehrheit der Infizierten Symptome aufweist. Innerhalb kürzester Zeit werden auch die Kontaktpersonen bei Kontrollabstrichen positiv“, erklärt Amtsärztin Dr. Ute Siering. 

Bereits am vergangenen Wochenende hat der Landkreis Ludwigslust-Parchim per Allgemeinverfügung Quarantäne für alle angeordnet, die sich in bestimmten Arbeitsbereichen im besagten Zeitraum aufgehalten haben. Für die Folgefälle werden Einzelanordnungen erlassen. Die Allgemeinverfügung ist im Internet unter www.kreis-lup.de veröffentlicht worden. „Die bisherige Kommunikation mit der Firmenleitung in Lübtheen läuft sehr gut. Das weitere Vorgehen wird weiterhin mit der Firmenleitung abgestimmt“, so Dr. Siering. 

Bei diesem Corona-Ausbruch handelt es sich um den größten seit Auftreten des ersten Corona-Infektionsfalles am 14. März vergangenen Jahres im gesamten Landkreisgebiet. 

Da es sich bei diesem sogenannten Corona-Cluster um ein abgrenzbares Ausbruchsgeschehen handelt, soll es losgelöst von den übrigen Coronafällen im Landkreis betrachtet werden. „In der Wochenmeldung zum Freitag werden wir dies dezidiert aufzeigen. Es zeigt sich, dass die bisherigen Maßnahmen in der Fläche wirksam sind, aber hier haben wir es mit einem beträchtlichen alleinstehenden Ausbruchsgeschehen zu tun“, sagt Landrat Stefan Sternberg.