Bildungsregion jetzt für alle digital

Laden Sie sich hier den Bildungsbericht herunter.

Ein Download der sich lohnt – wir geben Ihnen einen Einblick in die vielfältigen Lern- und Bildungsgelegenheiten unserer Bildungregion Ludwigslust-Parchim, mit konkreten Zahlen, Daten und Fakten und unterlegt mit praktischen Beispielen und Anregungen zur Weiterentwicklung. Die Vielfalt der Themen zeigt auf, dass Bildung nur im Querschnitt und gemeinsam mit allen Verantwortlichen und Akteuren gelingend funktionieren kann.

Datenbasiertes Kommunales Bildungsmanagement

Mit dem Vorhaben "Mit Bildung in die Zukunft" verfolgt die Netzwerkstelle Bildung das Ziel, Bildung im Landkreis gemeinsam zu gestalten. Die Netzwerkstelle Bildung fungiert hierbei als gesamtstrategische Steuerungsstelle für den Bildungsbereich des Landkreises und ist im Sinne seiner Querschnittsfunktion auf oberster Ebene der Kommune angesiedelt. Unter Leitung von Frau Heidrun Dräger bildet das Bildungsmanagement und das Bildungsmonitoring künftig die übergeordnete Schnittstelle für Bildungsfragen im Landkreis.

                        

Das heißt:

Bildung für alle

Bildung fängt in den ersten Lebensjahren an und begegnet uns ein Leben lang. In allen Lebensphasen eignen wir uns Wissen, Fähig- und Fertigkeiten an, die das Ergebnis von Erziehung und Lernen sind - Stichwort: Lebenslanges Lernen. Form und Ort des Lernens sind dabei so vielfältig und individuell wie wir Menschen. Ausgangspunkt der Bildungsarbeit ist der Einzelne und seine Bildungsbiografie, denn Bildung ist ein Schlüssel zu individueller Selbstverwirklichung und gleichberechtigter, gesellschaftlicher Teilhabe an Bildung.

Bildungsarbeit ist folglich als Investition in den Einzelnen, in unsere Gesellschaft und in die Wirtschaft zu verstehen und bildet einen besonderen kommunalen Standortfaktor. Das Vorhaben "Mit Bildung in die Zukunft" setzt an diesem ganzheitlichen Verständnis des Bildungsbegriffs an.

Bildung gemeinsam verantworten

Auch bei getrennten Zuständigkeiten vor Ort gibt es eine gemeinsame Verantwortung.
(Wilfried Lohre, Institut für kommunale Bildung)

Bildung ist ein verbindendes Element und macht eine Region zu einer Bildungsregion. Durch gemeinsame Werte und Visionen, gemeinsame Ziele und Strategien sowie durch gemeinsames Handeln werden die verschiedenen bildungspolitischen institutions-, bereichs- und ressortübergreifenden Funktionsbereiche miteinander verzahnt. Der Landkreis Ludwigslust-Parchim hat sich mit diesem freiwilligen Vorhaben auf den Weg gemacht, die lokale Bildungsverantwortung zu stärken.

Bildung managen

Im Rahmen eines kommunalen Bildungsmanagements gilt es getreu dem Motto „Bildung aus einer Hand“ lokale Handlungsressourcen zu bündeln und die unterschiedlichen Zuständigkeiten für Bildung in der Region zusammenzuführten und zu vernetzen. Kommunales Bildungsmanagement hat somit die Aufgabe, die vielfältigen Bildungs- und Beratungsangebote entlang des lebenslangen Lernens aufeinander abzustimmen und zentral zu koordinieren.

Dazu bedarf es Strukturen, die den fortwährenden, sozialen Beteiligungs- und Abstimmungsprozess steuern. Durch die Nutzung von steuernden, verwaltenden und themenspezifischen Gremien sowie durch weitere Beteiligungsformate wie das Format der Bildungskonferenz sollen alle relevanten Bildungsakteure in die Bildungsentscheidungen einbezogenen werden.

Dem Bildungsmanagement obliegt hierbei eine informierende, moderierende, vernetzende, bündelnde, intervenierende, anregende, d.h. koordinierende Funktion.

datenbasiert handeln

Mithilfe von Bildungsmonitoring wird durch einen datengestützten Beobachtungs- und Analyseprozess eine aktuelle Datenbasis geschaffen und gepflegt, um möglichst passgenau und fundiert Bildungsentscheidungen treffen zu können. Ein wesentliches Ergebnis der Arbeit der Koordinierungsstelle wird eine kontinuierliche Berichterstattung sein. Durch die Veröffentlichung eines Bildungsberichts für den Landkreis Ludwigslust-Parchim in regelmäßigen Abständen erhalten die Öffentlichkeit, Politik und Verwaltung einen Einblick über aktuelle Daten und besondere Entwicklungen unseres kommunalen Bildungswesens.

300 Minuten Bildungskonferenz in LUP …ZUSAMMENGEFASST IN GUT 10 MINUTEN:

„Per Mausklick zur Bildungskonferenz“ folgten am 3. März 2021 erstmals im digitalen Format insgesamt bis zu 105 Bildungsinteressierte und –mitgestaltende aus Kita, Schule, Verwaltung, Trägerlandschaft, Wirtschaft und vielen mehr aus dem Landkreis selbst und überregional der Einladung der Bildungsregion Ludwigslust-Parchim. Die Organisatorinnen Bildungsmonitorerin Sophie Wichmann und Bildungsmanagerin Denise Betker haben in über 300 Minuten nach 5 Jahren Projektlaufzeit unter Leitung von Heidrun Dräger gezeigt, dass Bildung nicht ausschließlich aus einer Perspektive gedacht werden kann.

Land und Landkreis eröffneten die zweite Bildungskonferenz des Landkreises. Bildungsministerin Bettina Martin beförderte die Bewegung des Landkreises hin zur Bildungsregion, sprach mit Stolz von dieser Entwicklung in MV und rührte die Werbetrommel, Zuständigkeiten als Möglichkeit zu verstehen und dabei immer wieder neue und kreative Wege zu gehen. Mit einem herzlichen Dank an alle Akteure in diesen besonderen Zeiten übernahm Landrat Stefan Sternberg das Wort an diesem besonderen Mittwoch Nachmittag und hat persönlich dazu eingeladen, an diesem und allen weiteren Tagen gemeinsam mit dem Landkreis ins Gespräch zu gehen und die Bildungsregion weiter zu gestalten und entwickeln. Im Anschluss an die Grußworte stellte sich erstmals in einem solchen Format der Lenkungsausschuss der Bildungsregion vor, welcher eine wichtige Verbindung für unsere Region ist und verdeutlicht, dass Bildung gemeinsam und über Zuständigkeitsgrenzen hinweg gestaltet wird.

Im ersten inhaltlichen TOP der Konferenz gaben Frau Wichmann und Frau Betker einen Überblick über die jüngst veröffentlichten 160 Seiten Bildungsbericht, welcher in Zahlen, Daten, Fakten und mehr die Breite und Vielfalt der Bildungsregion abbildet. Exemplarisch wurden Entwicklungen, Erkenntnisse und Praxisbeispiele, aber auch offene Fragen aus den sechs Kapiteln heraus vorgestellt. Das Fazit aus dem Plenum lautete: ein gelungener Bericht und absolut wertvolle Gestaltungsgrundlage für die Region, der Entwicklungspotenziale aufzeigt und Bildung im Landkreis sichtbar macht.

Bildungsbericht

Die Konferenz sollte aber nicht nur für die Bildungsregion werben, sondern allen Teilnehmenden Unterstützung für die praktische Arbeit und damit ein wenig Fortbildungscharakter bieten: zu Gast aus Köln – im digitalen Raum – referierte Prof. Michael Bernecker zum Thema Bildungsmarketing. Er gab Hilfestellungen, Ideen und Ansätze sowie Fragestellungen an die Hand, wie „wir“ uns im Bildungsdschungel herausheben können, welche Möglichkeiten uns zur Verfügung stehen, um nicht im Bildungssupermarkt ein Angebot von vielen zu sein, und was das mit Qualität und Kultur, aber auch mit Kunden und Digitalisierung zu tun.

Impuls Prof. Bernecker

Das Beste kommt bekannter Maßen zum Schluss: Marketing live! Aus dem Museum für Alltagskultur der Griesen Gegend und dem Lübzer Land e.V. stellten Thomas Kühn und Stefanie Wittenburg ihre Bildungsarbeit in Sachen Kultur vor und faszinierten die Teilnehmenden mit ihrem breiten Angebotsspektrum aus unserer Region. Es verdeutlichte exemplarisch, dass Kultur und Bildung zusammengehören und weit über Freizeitbeschäftigung und Tourismuseinrichtungen hinaus geht.

Zudem wird in diesen beiden Beispielen deutlich, dass kulturelle Bildung und somit die non-formalen Lernwelten Partner einer Region sind und als solche wahrgenommen werden müssen, sollten und werden.

Praxisimpuls-Museum Hagenow

Praxisimpuls Lübzer Land eV

Zum Schluss der zweiten Bildungskonferenz und zugleich Abschlussveranstaltung für das Projekt „Mit Bildung in die Zukunft“ hieß es Danke sagen für die zahlreiche, durchgängige und aktive Beteiligung nicht nur während der Veranstaltung, sondern vielmehr zur Weiterentwicklung der Bildungsregion. Die derzeitige Projektleitung, Gleichstellungsbeauftragte und Fachdienstleitung für Gleichstellung, Generationen und Vielfalt Heidrun Dräger übergab den Staffelstab an die Beigeordnete im Landkreis für Bildung Heike Scholz, welche sich der großen Aufgabe bewusst ist, aber auf die Stärke und Zusammenarbeit der vielen Partnerinnen und Partner unserer Bildungsregion vertraut.

Ergänzung zur Konferenz: KiTa und Schule gemeinsam clustern und „vermarkten“

Was Bildungsmarketing mit KiTa und Schule zu tun hat und warum man dafür werben möchte, die Bildungsarbeit in KiTa und Schule stärker nach außen zu tragen, konnten Frau Wichmann und Frau Betker zeitlich bedingt nur kurz auf der Konferenz anführen. Wie versprochen erhalten Sie in diesem Kurzbeitrag hier nochmal Einblick:

I-Phrame Kita-Schul-Profil

 

Ihr Statement: Bildungsregion LUP heißt/braucht…

Mithilfe einer Mentimeter-Befragung haben sich die Konferenzteilnehmenden zur Bildungsregion positioniert und sich vor allem für Austausch, Vernetzung und Kooperation ausgesprochen.

Landkreis Ludwigslust-Parchim veröffentlicht ersten Bildungsbericht für die Region

Medieninformation des Landkreises Ludwigslust-Parchim                           2020-10-22

Schule kann jeder – wir können Bildung

Landkreis Ludwigslust-Parchim veröffentlicht ersten Bildungsbericht für die Region

80 Schulen, 156 Kindertageseinrichtungen, 127 Kindertagespflegepersonen, zwei Berufliche Schulen, 18 Bibliotheken,  Museen,   die Theater- und Kulturszene,  Musik- und Sportangebote sowie eine engagierte Vereinslandschaft und Bildungsdienstleiter – all diese Akteure haben 2019 für die Bürgerinnen und Bürger Bildung mit Leben gefüllt. Dass Bildung mehr ist als Schule, ist gelebte Praxis.  Doch längst ist nicht allen  bekannt, wie vielfältig diese in Erscheinung tritt. Jetzt aber gibt es Antwort darauf: Der erste Bildungsbericht  liefert Zahlen, Daten, Fakten über die Bildungsregion im Landkreis Ludwigslust-Parchim.

 Neben demografischen und sozialräumlichen Bedingungen im Landkreis wird die Situation in der Kinderbetreuung als wesentliches Wohnortkriterium für junge Familien dargestellt, Schule als sozialräumlich wirksamer Bildungsort beleuchtet, die verschiedenen Aus- und Weiterbildungsstrukturen vorgestellt und Bildung rund um die Themen Kultur sowie Kinder, Jugend und Familie veranschaulicht. Zahlen, Daten, Fakten allein reichen  jedoch nicht aus, um die Bildungspraxis abzubilden. In jedem Kapitel wird Einblick in die Praxis gegeben, auf besondere Themen aufmerksam gemacht und einzelne Einrichtungen vorgestellt. Wesentliche Ergebnisse mit Handlungsempfehlungen sind abschließend für jeden Bildungsbereich zusammengefasst und können von Verwaltung und Politik als Planungs- und Steuerungsinstrument genutzt werden.

Der Bildungsbericht ist ein Meilenstein im datenbasierten kommunalen Bildungsmanagement des Landkreises, einer Bildungsinitiative  innerhalb des Bundesprogrammes „Bildung integriert“. Mit der offiziellen Übergabe des Bildungsberichts an Landrat Stefan Sternberg ertönt der Startschuss zur Veröffentlichung. Zunächst wird dem Lenkungsausschuss der Bildungsregion und anschließend der Politik der Bericht präsentiert. Leitend ist der Gedanke, dass Bildung nur gemeinsam gestaltet werden kann. Neben einer Print-Ausgabe wird es eine digitale Fassung ab Mitte Dezember für alle geben.

 Übergabe Bildungsbericht

vorne links: Landrat Stefan Sternberg, vorne rechts: Gleichstellungsbeauftragte Heidrun Dräger

hinten links: Denise Betker, hinten rechts: Sophie Wichmann

Schulabgangsbefragung

„Von der Schule in den Beruf“ – Ergebnisbericht der Schulabgangsbefragung im Landkreis Ludwigslust-Parchim

Der Landkreis Ludwigslust-Parchim geht neue Wege in Sachen Bildung und baut das Übergangsmanagement Schule-Beruf aus. Aktuell stehen die Ergebnisse der 2018 erstmals flächendeckend im Landkreis Ludwigslust-Parchim durchgeführten Schulabgangsbefragung in der öffentlichen Diskussion.

Eine Zusammenschau der aufbereiteten Erkenntnisse aus der erstmaligen Erhebung liegen ab sofort in einem Ergebnisbericht öffentlich vor. 

Ergebnisbericht_Schulabgangsbefragung_2018

Fachtagung „VON DER SCHULE IN DEN BERUF– LANDKREIS IN BEWEGUNG“"

Fachkäfte für morgen - eine Region in Bewegung

Der Landkreis Ludwigslust-Parchim geht neue Wege in Sachen Bildung und baut das Übergangsmanagement Schule-Beruf aus. Aktuell stehen die Ergebnisse der 2018 erstmals flächendeckend im Landkreis Ludwigslust-Parchim durchgeführten Schulabgangsbefragung in der öffentlichen Diskussion. Hierzu hat der Landkreis am 7. November 2018 zur Fachtagung „Von der Schule in den Beruf – Landkreis in Bewegung“ eingeladen.

Auch im Landkreis Ludwigslust-Parchim hält die Debatte um die Fachkräftesituation und die damit verbundene Frage, was zur Sicherung des Ausbildungs- und Arbeitsmarktes der Region getan werden kann, an. Ganz getreu dem Motto „Landkreis in Bewegung“ bot die Tagung erstmals speziell für unseren Landkreis für die Partner an der Schnittstelle Schule-Beruf eine Plattform zum Austausch zwischen SchulleiterInnen, LehrerInnen und MultiplikatorInnen aus dem Übergangsfeld Schule-Beruf.

Nach der Begrüßung durch Wolfgang Schmülling, 1. Beigeordneter des Landkreises, und Heidrun Dräger, Leiterin der Netzwerkstele Bildung des Landkreises, zeigten Frau Hötschkes vom Institut für Qualitätsentwicklung M-V und Frau Ohlsen vom Staatlichen Schulamt die aktuellen Entwicklungen auf Landesebene auf. In einem anschließenden, anregenden Fachvortrag von Frau Dr. Finke, Geschäftsführerin der Landesarbeitsstelle Schule-Jugendhilfe Sachsen e.V., konnte die Ausgangsfrage „Sind Jugendliche heute wirklich anders?“ in Anbetracht der digitalen Einflüsse und sich verändernden Familienstrukturen im Heranwachsen unserer Jugend ganz klar mit „ja“ beantwortet werden.

Um diese und weitere Veränderungen für unseren Landkreis langfristig abbilden zu können, wurde erstmals für den Gesamtlandkreis 2018 durch das Bildungsmonitoring und -management eine Schulabgangsbefragung durchgeführt, deren Ergebnisse im Fokus der Fachtagung standen. Positiv hervorzuheben ist, dass sich aus den abgehenden Klassen aller allgemeinbildenden Schulen, einschl. des Fachgymnasium mehr als 50 % der Schülerinnen und Schüler aus allen Amtsbereichen des Landkreises beteiligte. Eine erste Darstellung ermöglicht es, aufzuzeigen, welche individuellen Zukunftspläne und beruflichen Wünsche bzw. konkreten Anschlüsse die Jugendlichen und jungen Erwachsenen in den Abgangsklassen der allgemeinbildenden Schulen haben, aber auch welche Informationen, Ratgebende oder gezielte Angebote ihnen bei ihrer Berufswahlentscheidung weiter geholfen haben. Die Erhebung konnte bestehende Wahrnehmungen der Akteure stärken z.B. dass das soziale Umfeld eine besondere Rolle in der Berufswahlentscheidung spielt, brachte jedoch auch Neuerungen hervor, wie z.B. dass Eltern nicht mehr Entscheidungsgebende sondern vielmehr Ratgebende sind. Besonders hervorzuheben sind die Berufswünsche der Teilnehmenden, wobei an Förderschulen, Regionalen Schulen und Kooperativen Gesamtschulen ErzieherInnen auf Platz 1 liegen, im Gymnasium der Lehrerberuf präferiert wird – eine Chance, die es zu nutzen gilt. Eine Zusammenschau der aufbereiteten Erkenntnisse aus der erstmaligen Erhebung werden Ende 2018 in einem Ergebnisbericht öffentlicht vorgestellt. Um Entwicklungsprozesse aufzuzeigen und Gestaltungsansätze zu begründen wird die Befragung in regelmäßigen Abständen durchgeführt.

 

 1-was-braucht-es-damit-der-ubergang-von-der-schule-in-den-beruf-gelingtFachtag 2018

DSC_2240

1. Bildungskonferenz startet mit dem Titel „Hand in Hand mit Bildung in die Zukunft – Mit Beteiligung Bildung bewegen“.

Landkreis geht neue Wege in Sachen Bildung

Unter dem Motto „Nicht kopieren, sondern kapieren“ eröffnete Landrat Rolf Christiansen am 1. März 2017 in Ludwigslust die 1. Bildungskonferenz des Landkreises Ludwigslust-Parchim und öffnete damit den Blick für die kreisliche Initiative zur Ausgestaltung der Bildungsregion Ludwigslust-Parchim im Rahmen des Bundesprogrammes „Bildung integriert“. Mit dem Vorhaben „Mit Bildung in die Zukunft“ soll in den kommenden Jahren mithilfe eines datenbasierten kommunalen Bildungsmanagements der Landkreis in Sachen Bildung nachhaltig gestärkt werden. Hierzu gilt es, alle EntscheidungsträgerInnen und InteressensvertreterInnen in den Prozess einzubeziehen, um vorhandene Bildungspotentiale zu bündeln und ganzheitlich zu steuern. Mit mehr als 100 Vertretern der Politik, Verwaltung, Wirtschaft, freien Trägern, Kammern, Schulen, Kitas usw. war die Resonanz groß. Im Sinne einer ganzheitlichen und gleichberechtigten Sicht auf die Themenfelder erhofft man sich künftig eine breitere Beteiligung aus der Bildungspraxis.

Unter den erwartungsvollen Blicken der Gäste überbrachte Ewald Flacke aus dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur aus M-V die besten Grüße seitens der Bildungsministerin Birgit Hesse. „Der „Bauherr für die Bildungsregion Ludwigslust – Parchim“, um im Bild zu bleiben, sind sicher Sie, Herr Christiansen – allerdings ist die Solidität von Statik und Bausubstanz ganz klar in unser aller Interesse und insofern auch eine gemeinsame Aufgabe“, so Ewald Flacke. Heidrun Dräger, Fachdienstleiterin des Büros für Chancengleichheit, in dem das Vorhaben angesiedelt ist, schärfte den Blick, dass die gesamte Bildungskette in den Blick zu nehmen ist und dass der Einzelne und weniger die einzelne Bildungseinrichtung oder gar ganze Bildungsbereiche im Fokus stehen dürfen.

Mit dem Grundgedanken „Groß denken, klein anfangen“ erhielten die TeilnehmerInnen Einblick in das Vorhaben, die Idee dahinter und Praxiserfahrungen zum kommunalen Bildungsmanagement aus den Kreisen Elbe-Elster, Vorpommern-Greifswald und Lippe. Die lohnenden Herausforderungen und Ergebnisse dieser Erfahrungswerte haben wichtige Impulse für die künftige (Zusammen-)Arbeit bei uns im Landkreis geliefert. Mit einer kurzen Projektvorstellung seitens Bildungsmanagerin Denise Betker wurde deutlich, dass der Landkreis sich einer umfassenden freiwilligen Aufgabe angenommen hat, die die Beteiligung aller BildungspartnerInnen im Kreis erfordert.

Unterstützt durch die Stabstelle Jugendhilfe- und Sozialplanung haben Silvia Reiß und Bildungsmonitorerin Sophie Wichmann eine kurze Datenlage zu den Schwerpunktthemen „Frühe Förderung und frühkindliche Bildung“ sowie „Übergang Schule – Beruf“ vorgestellt. Hier sind bereits wichtige Fragestellungen und Diskussionsansätze für die Thementische aufgeworfen worden. In diesen haben die Akteure in einer Analysesituation die bestehende Situation als Ausgangspunkt beleuchtet, Handlungsbedarfe identifiziert und erste Umsetzungsideen formuliert. In sechs unterschiedlichen Thementischen wurde dazu angeregt diskutiert. Mit dem Ziel eines gemeinsamen Bildungsverständnisses für den Landkreis Ludwigslust-Parchim wurde bereits die Entwicklung eines Bildungsleitbildes auf den Weg gebracht. In einem offenen Format hatten die TeilnehmerInnen die Gelegenheit, ihre Ideen, Gedanken und Werte in Sachen Bildung an die „Wand zu bringen“.

Mit einem abschließenden Blick in die Zukunft endete die erste Bildungskonferenz im Landkreis Ludwigslust-Parchim als voller Erfolg. Das Büro für Chancengleichheit dankt allen Anwesenden für Ihr Mitgestalten. Ein besonderer Dank gilt nochmals der Transferagentur Nord-Ost sowie der BBS START GmbH, welche die Umrahmung der Veranstaltung unterstützt haben

Kooperation in Sachen "Bildung" besiegelt

Unter großer Beteiligung bekräftigten Vertreter aus Bildungsverwaltung und -wirtschaft am 29. September 2016 in den Räumlichkeiten des Ludwigsluster Landratsamtes das Kooperationsvorhaben „Mit Bildung in die Zukunft“. Das Projektvorhaben soll Anstoß für ein langfristiges Anliegen zum Ausbau eines kommunalen Bildungsmanagements sein. Zum offiziellen Start des Vorhabens trat der Lenkungsausschuss der Bildungsregion Ludwigslust-Parchim(BI-LUP) zum zweiten Mal zusammen.

Eröffnet wurde die Runde durch Projektleiterin Heidrun Dräger, welche die Partnerinnen und Partner zur konstituierenden Sitzung begrüßte. Mit der anschließenden Unterzeichnung der Kooperationserklärung legte die kreisliche Koordinierungsstelle Bildung den formellen Grundstein für die weitere Zusammenarbeit im Sinne einer chancengerechten Bildungslandschaft. Das Vorhaben folgt dem Leitgedanken „Groß denken, klein anfangen“. Getreu diesem Motto hat der Lenkungsausschuss seine Arbeit aufgenommen.

Erster Tagesordnungspunkt des neuen Lenkungsgremiums war die Entwicklung eines kreislichen Bildungsleitbildes zur bildungsorientierten Regionalentwicklung des Landkreises. Das Leitbild etabliert ein gemeinsames Bildungsverständnis, trägt zu einem ressortübergreifenden Verantwortungsbewusstsein bei und legt den Rahmen für die künftige Bildungsarbeit fest. Ein erster Entwurf wurde bereits diskutiert und wird zukünftig unter breiter Beteiligung weiterentwickelt. In einem zweiten Schritt wurden von den Anwesenden Schwerpunkte zur Umsetzung des Vorhabens priorisiert, welche neben den Querschnittsaufgaben der Koordinierungsstelle bis 2019 schwerpunktmäßig bearbeitet werden. Mit Blick auf die demografische Entwicklung und die damit verbundenen Herausforderungen, wird ein besonderer Augenmerk auf Frühe Bildung und den Übergang Schule-Beruf gelegt. Abschließend warf das Lenkungsgremium einen Blick auf die anstehenden Projektaktivitäten.

Projektstart "Mit Bildung in die Zukunft" 2016

Der Startschuss in das Vorhaben „Mit Bildung in die Zukunft“ ist am 29. August 2016 mit dem Kick-Off-Meeting des künftigen Lenkungsausschusses der Bildungsregion Ludwigslust-Parchim, kurz: BI-LUP, offiziell gefallen. Mit großer Beteiligung kamen dazu die wichtigsten Vertreterinnen und Vertreter aus Bildungsverwaltung und -wirtschaft in den Parchimer Räumlichkeiten des Landkreises zusammen und zeigten großes Interesse an dem Kooperationsvorhaben.

Pünktlich um 13 Uhr eröffnete Projektleiterin Heidrun Dräger die erste Zusammenkunft und begrüßte die Anwesenden mit einer kurzen Vorstellung des Projektteams. Geleitet von der Botschaft „Bildung lohnt sich“ übernahm Landrat Rolf Christiansen das Wort und verdeutlichte eindrucksvoll, dass Bildung ein unerlässlicher Standortfaktor ist, der ein gemeinsames Handeln im Sinne einer chancengerechten und lebenswerten Bildungsregion bedarf.

Moderiert durch Bildungsmanagerin Denise Betker erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Frau Betker und Bildungsmonitorerin Jana Amtsberg einen umfassenden Einblick in das zugrundeliegende Bildungsverständnis und programmbezogene Rahmenbedingungen, Beteiligungsstrukturen und Aufgaben sowie kommende Prozessschritte im Rahmen des Vorhabens. Alle Beteiligten signalisierten in einem kurzen Blitzlicht ihr Interesse an einer kommunalen Bildungsarbeit in gemeinsamer Verantwortung und sind gespannt, welche genauen Handlungsfelder ‚wir‘ angehen werden. Der formelle Grundstein für dieses Kooperationsbestreben wird Ende September in Ludwigslust mit der Erklärung zur Kooperation des Lenkungsausschusses gelegt. Denise Betker und Jana Amtsberg hoffen auf eine gute Zusammenarbeit mit allen Bereichsverantwortlichen und beteiligten Partnerinnen und Partnern.

„Groß denken, klein anfangen!“ – so und nicht anders soll in den kommenden Jahren Schritt für Schritt und unter breiter Beteiligung eine möglichst transparente und für jeden zugängliche Bildungslandschaft im Landkreis geschaffen werden. Das Projektvorhaben soll der Anstoß für ein langfristiges Anliegen sein.

 

Programminformationen

Das Vorhaben "Mit Bildung in die Zukunft" wird im Rahmen des Bundesprogrammes "Bildung integriert" aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Europäischen Sozialfond der Europäischen Union gefördert. Nähere Hintergrundinformationen zum Förderprogramm, zum Thema des Kommunalen Bildungsmanagements und zur Transferagentur, welche den Prozess zum Aufbau eines solchen begleitet, erhalten Sie auf den folgenden Seiten.